Wissenswertes

Segelflugzeuge brauchen keinen Wind zum Fliegen. Sie fliegen auch genauso gut wenn es windstill ist.

Beim Start wird das Segelflugzeug durch eine Winde oder durch ein Motorflugzeug auf eine bestimmte Höhe gebracht. Ab dann ist es auf sich gestellt.

Das Segelflugzeug fliegt auf einer leicht nach unten geneigten Bahn. dabei muss es für seinen Gleitflug ständig etwas von seiner Ausgangshöhe opfern. Es setzt also seine Höhe in Entfernung um. Wenn das Flugzeug dem Boden immer näher kommt, muss es irgendwann landen.

Moderne Segelflugzeuge erreichen spielend 280 km/h.

Während des Gleitfluges versucht der Pilot Thermik zu finden.

Thermik ist erwärmte Luft, die vom Boden aufsteigt.

Diese aufsteigende Luft nutzt der Segelflieger um Höhe zu gewinnen. Durch ständiges Kreisen bleibt er innerhalb eines Aufwindes und klettert mit der Luft nach oben. 

Beim Streckenflug gleitet er dann bis zum nächsten Aufwind. Auf diesem Weg verliert er wieder etwas Höhe, die er mit der neuen Thermik wieder gewinnen kann.

In der Regel besitzen Segelflugzeuge keinen Motor und sind somit auf diese Thermiken angewiesen. Eingebaute Motoren dienen lediglich zum starten oder als Sicherheit, damit man immer zu einem Flugplatz zurückkommt.

Wenn das Segelflugzeug keinen Motor hat und keine neue Thermik findet, wird er zur Landung gezwungen. Wenn kein Flugplatz in der Nähe ist, muss er wohl oder übel auf einem Feld landen und sich dann von seinen Kameraden per Auto abholen lassen. Das Flugzeug wird dann auseinander gebaut und in einem Anhänger verstaut.

… man in ein Luftloch fliegt?

Nichts, denn es gibt keine Luftlöcher. Ein Luftloch bezeichnet umgangssprachlich Abwinde. Das Flugzeug verliert in diesem Abwind zwar etwas mehr Höhe als bei einem normalen Geradeausflug, aber es kann diesen Bereich ohne Probleme durchfliegen.

… kein Aufwind mehr zu finden ist?

Dann muss man landen. Idealerweise auf einem Flugplatz.

… kein Flugplatz in Reichweite ist?

Dann muss man auf einem Feld landen. Jedes Segelflugzeug ist für diese Situationen konstruiert. In der Ausbildung lernt man, wie man mit dieser Situation umgehen muss.

… das Schleppseil beim Start reißt?

Die Situation wird auch in der Ausbildung mehrfach trainiert und immer wieder besprochen. Kurz gesagt: man landet sofort wieder.

Ja, die offizielle Bezeichnung lautet Luftfahrerschein.

Für den Segelflug kann man zwischen zwei Arten der Lizenz unterscheiden:

SPL – Sailplane Pilot License

LAPL (S) – Light Aircraft Pilot License (Sailplane)

Der Hauptunterschied zwischen den Lizenzen liegt in der Gültigkeit. Mit dem LAPL (S) ist man auf die meisten europäischen Länder begrenzt.

Welche Lizenz für Sie die richtige ist, lässt sich im Einzelgespräch am Besten herausfinden.

Beide Lizenzen erfordern eine theoretische und eine praktische Ausbildung. Siehe dazu: Die Ausbildung

Man muss folgende Dokumente vorlegen:

  • Kopie eines gültigen Personalausweises oder Reisepass
  • Erklärung über laufende Ermittlungs- oder Strafverfahren
  • Auskunft aus dem Verkehrszentralregister (FAER)
  • Tauglichkeitszeugnis

Die Ausbildung zum Segelflieger darf man im Alter von 14 Jahren beginnen. Der Luftfahrerschein kann erst mit dem 16. Geburtstag ausgehändigt werden, auch wenn die praktische Prüfung bereits zuvor abgelegt wurde.

Ein Maximalalter gibt es nicht! 

Das ist sehr individuell. Es kommt ganz darauf an, wie viel Zeit man in die Ausbildung stecken kann. Ein(e) SchülerIn, die jedes Wochenende am Flugplatz ist und fliegt kann in der Regel früher alleine fliegen, als jemand, der nur alle zwei Monate Zeit hat.

In der Regel sind circa 50-70 Starts nötig, bis der erste Alleinflug stattfinden kann. Aber auch das ist nur eine Schätzung. Es kann auch schneller gehen, oder länger dauern.

Die komplette Ausbildung in einem Verein meist ca. 2 Jahre. 

Nicht gefährlicher als Autofahren. Jedes Segelflugzeug wird im Winter gründlich gewartet und jährlich von zertifizierten Prüfern ausgiebig kontrolliert.

In der Regel ist Segelfliegen nicht teurer als die meisten anderen Sportvereine. Als Jugendlicher kommt man normalerweise mit durchschnittlich circa 50-100 € im Monat hin.

Genauere Informationen über unsere Gebühren erhalten Sie gerne bei uns vor Ort in einem unverbindlichen Kennenlernen.

Nein, das braucht man nicht. Der Verein stellt seinen Mitgliedern die Vereinsmaschinen zur Verfügung. Gegebenenfalls benötigt man allerdings gewisse Erfahrungswerte, damit man ein Flugzeug fliegen darf.